Laufen im Sommer

Laufen im Sommer

20. 6. 2020 Lesedauer 4 min

Laufen an heißen Sommertagen hat seine Tücken. Es ist wichtig, diese zu berücksichtigen, um seine Gesundheit nicht zu gefährden.

Laufen an heißen Sommertagen hat seine Tücken. Es ist wichtig, diese zu berücksichtigen, um seine Gesundheit nicht zu gefährden.

Auf den ersten Blick scheinen Sommertage perfekt fürs Laufen in der Natur oder auf den Straßen. Die Sonne verleitet den Läufer nach draußen. Dennoch birgt das Laufen an heißen Sommertagen ein gewisses Risiko, welches man umgehen kann. Um nicht in Schwierigkeiten zu kommen, gibt es hier ein paar Tipps.

1) Ausreichend Flüssigkeit

Viele von uns vernachlässigen das Trinken, sogar an einem normalen Arbeitstag. Wir merken es nicht einmal, wenn der Körper dehydriert ist. Wir denken, dass ein großes Glas Wasser vor dem Start des Lauftrainings schon helfen wird. Allerdings müssen wir schon während des Tags genügend trinken. Es reicht nicht aus, vor dem Training viel zu trinken. Die einmalige Aufnahme von großen Mengen Flüssigkeit überlädt nur die Nieren, welche letztendlich wieder das Wasser aus dem Körper führen. Ein Mangel an Flüssigkeit verbunden mit erhöhter physischer Belastung führt zu einer Überhitzung des Körpers, genereller Dehydrierung oder sogar ein Kollaps des Körpers. Wenn wir einen Longrun laufen, sollten wir immer eine Trinkflasche dabei haben.

Natürlich haben isotonische Getränke ihre Vorteile hier. Sie füllen nicht nur die Wasserspeicher auf, sondern auch eine Energie und Mineralien, welche verstärkt ausgeschieden werden durch erhöhtes Schwitzen.

2) Tageszeit

Es ist essentiell, dein Training gut zu planen und nach dem Wetter zu adaptieren. Der Wetterbericht hilft für das richtige Timing des Trainings. Laufen am Mittag an feuchtheißen Tagen ist unvernünftig. Nicht nur, dass du nicht die Leistung bringst, die du wolltest, sondern auch, dass du mit deiner Gesundheit spielst.

Ideal sind Läufe bei niedrigeren Temperaturen, vorzugsweise im Schatten. Morgen- oder Abendläufe sind dabei eine gute Alternative. Der Morgenlauf hilft dir, gut in den Tag zu starten und sich zu aktivieren. Jedoch ist nicht jeder in der Lage, früh am Morgen aufzustehen. Für Langschläfer ist das Training am Abend besser, welche dir im Gegenzug helfen, den Kopf frei zu bekommen und zu entspannen. Es geht nicht darum einen Stereotypen zu bedienen. Du kannst also Morgenläufe und Abendläufe gleichermaßen in deine Wochenplanung einbeziehen.
 

Pokud jen máte možnost vyrazit do přírody, neváhejte a vyběhněte.

3) Umwelt

Der Sommer kann die Stadt und den Asphalt sehr gut aufheizen. Selbst wenn es nicht mehr Mittag ist, kann der Stadtkern noch nachglühen. Laufen auf heißem Asphalt kann Blasenbildung an den Füßen begünstigen. Ebenso fällt das Atmen in trockenen und staubigen Straßen deutlich schwerer.

Eine bessere Wahl ist ein Ausflug in die Natur oder in den Park. Bäume und Grün bieten viel mehr Schatten und angenehme Luft zum Atmen. Das Laufen auf den Waldwegen ist ebenso besser für Gelenke und Sehnen. Sobald du die Möglichkeit hast, in die Natur zu gehen, zögere nicht und geh Laufen.

4) Die richtige Kleidung und passendes Equipment

Kleidung spielt ebenfalls eine Rolle. Sie sollte möglichst funktional und ausgerichtet auf Bewegung sein. Die speziellen Funktionsfasern können Schweiß deutlich effizienter und schneller vom Körper wegführen und gleichzeitig ein Überhitzen des Körpers verhindern. Manche kühlen ihn sogar aktiv. Für längere Läufe ist es ratsam einen Laufrucksack mit einer größeren Menge Wasser mitzuführen.  Die Augen werden vor der Sonne durch die passende Brille geschützt.

Dieser Artikel wurde in Zusammenarbeit mit Jana Kunčická verfasst, Lauf Coach und Ernährungsberaterin.