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ISTAF Berlin: Beinahe Weltrekord und gleich zwei deutsche Normerfüller

ISTAF Berlin: Beinahe Weltrekord und gleich zwei deutsche Normerfüller

7. 2. 2022 Lesedauer 4 min

Das ISTAF steht für eine Leichtathletik-Show wie kein anderes deutsches Meeting. In diesem Jahr waren mit Malaika Mihambo, Armand Duplantis und Lamot Marcell Jacobs gleich drei Olympiasieger am Start.

Das ISTAF steht für eine Leichtathletik-Show wie kein anderes deutsches Meeting. Das Event in der Hauptstadt konzentriert sich bei der Indoor-Auflage auf den Kurzsprint und einige technische Disziplinen, den Weitsprung, Stabhochsprung und die Kurzhürde, verzichtet dafür auf Wettbewerbe auf der Rundbahn. Der Show-Charakter des Meetings zieht jedes Jahr auch internationale Stars in die deutsche Hauptstadt. In diesem Jahr waren mit Malaika Mihambo, Armand Duplantis und Lamot Marcell Jacobs gleich drei Olympiasieger am Start.

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Für einen kurzen Moment sah es so aus, als hätte es das schwedische Super-Talent geschafft und den eigenen Weltrekord verbessert. Die Feuer-Fontänen gingen los, das Publikum fing an zu jubeln - doch im letzten Moment fiel die Latte bei 6,19m doch noch herunter. Armand Duplantis vergrub das Gesicht hinter seinen Händen. Den Sieg holte er trotzdem mit beeindruckenden 6,03m, was Weltjahresbestleistung und Meetingrekord bedeutete.

In seinem Sog nutzte auch Oleg Zernikel den Moment und lieferte einen sehr guten Wettkampf ab. Er verbesserte seine Hallen-Bestleistung um satte 9 cm auf 5,80m. Auch draußen war der Aufsteiger aus dem letzten Jahr noch nicht so hochgesprungen. Damit belegte er als bester Deutscher Platz drei und erfüllte auf den Punkt genau die Norm für die Hallen-Weltmeisterschaften im März. Bo Kanda Lita Baehre belegte Platz 5 mit 5,70m und Torben Blech, der deutsche Hallenmeister des letzten Jahres, musste sich bereits nach 5,45m verabschieden.

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Das zweite deutsche Highlight gab es im Frauen-Sprint. Nachdem Sophia Junk sich schon in ihren ersten Wettkämpfen des Jahres über 60m und 200m in sehr guter Form präsentiert hatte, rannte sie nun zu 7,29s, einer neuen persönlichen Bestleistung und Hallen-WM-Norm. Das bedeutete gleichzeitig den 3. Platz in einem hochklassigen Feld. Es siegte die doppelte Olympia-Bronzemedaillengewinnerin mit der britischen 4x100m Staffel, Daryll Neita, in 7,15s. Das ISTAF nutzte Gina Lückenkemper für ihr Saisondebüt. Sie landete in 7,33s auf dem 5. Platz.

1Für die 60m der Männer hat das ISTAF den zweifachen Olympiasieger von Tokyo, Lamot Marcell Jacobs, verpflichten können. Es war sein erster Start nach den Olympischen Spielen im vergangenen Jahr. Er rannte in 6,51s gleich zu einer europäischen Jahresbestleistung. Kevin Kranz belegte hinter ihm  Platz 4 in 6,66s und Lucas Ansah-Peprah Platz 6 in 6,71s.

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Die wenig zugelassenen Zuschauer*innen hatten sich vor allem auch auf den Auftritt des deutschen Leichtathletik-Stars Malaika Mihambo gefreut. Und es wurde richtig spannend: Über die 60m verfehlte sie knapp das Finale. Bei ihrer Paradedisziplin, dem Weitsprung, haderte die amtierende Olympiasiegerin, Weltmeisterin und Europameisterin mit ihrem Anlauf. Kurz vor Ende des Wettkampfs schob sie sich mit 6,66m trotzdem noch auf Platz 2 vor. Kurz darauf nahm die zweite deutsche Starterin Merle Homeier Anlauf und sprang in ihrem letzten Versuch die exakt gleiche Weite wie Mihambo. Das bedeutete nicht nur neue persönliche Bestleistung, sondern schlussendlich auch Platz 2, dank des besseren zweiten Versuchs. Gerade einmal 2cm weiter sprang die Siegerin Khaddi Sagnia mit 6,68m.

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Über 60m Hürden rannte Gregor Traber auf Platz 4 in 7,69s knapp am Podest vorbei. Vorne setzte sich der französische Olympiafinalist Aurel Manga in 7,62s durch. Die schnellste Zeit des Tages rannte Rafael Pereira bereits im Vorlauf. Da stellte der Brasilianer in pfeilschnellen 7,58s einen neuen Südamerikarekord auf.

Das Finale über 60m Hürden der Frauen fand leider ohne deutsche Beteiligung statt. Schnellste Deutsche war Anne Weigold in 8,11s, Cindy Roleder stellte in 8,21s nach ihrer Baby-Pause ihre Saisonbestleistung ein. Mit 8,09s qualifzierte man sich für das Finale, das die Finnin Reetta Hurske in 7,99s für sich entscheiden konnte.